Wer ein Grundstück oder eine vermietete Immobilie besitzt, trägt Verkehrssicherungspflichten: Gehwege räumen, Bäume kontrollieren, Treppenhaus und Beleuchtung instand halten. Kommt jemand zu Schaden – etwa durch Glatteis oder einen herabfallenden Ast – drohen hohe Schadenersatzforderungen. Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht übernimmt sie.
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Wer ein Grundstück oder Gebäude besitzt, muss dafür sorgen, dass davon keine Gefahr für Dritte ausgeht – die Rechtsprechung nennt das Verkehrssicherungspflichten: Gehwege bei Glätte räumen und streuen, Bäume regelmäßig kontrollieren, Beleuchtung, Treppen und Geländer instand halten, lose Dachziegel sichern. Wird jemand verletzt, weil eine dieser Pflichten verletzt wurde, haftet der Eigentümer – bei Personenschäden schnell in existenzbedrohender Höhe. Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht übernimmt berechtigte Forderungen und wehrt unberechtigte ab.
| Situation | Haus- & Grundbesitzerhaftpflicht nötig? |
|---|---|
| Selbst bewohntes Einfamilienhaus / Eigentumswohnung | In der Regel nein – das Risiko ist über eine gute Privathaftpflicht mitversichert (Bedingungen prüfen) |
| Vermietetes Ein- oder Mehrfamilienhaus | Ja – das Vermieterrisiko ist in der Privathaftpflicht nicht bzw. nur eng begrenzt enthalten |
| Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) | Ja, für das Gemeinschaftseigentum – üblicherweise über die Verwaltung abgeschlossen, Kosten laufen über das Hausgeld |
| Unbebautes Grundstück | Ja – auch hier bestehen Sicherungspflichten (Bäume, Zäune, Zugänglichkeit) |
Wichtig sind hohe Pauschaldeckungen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sowie – je nach Objekt – die Mitversicherung von Nebengebäuden und Garagen, Photovoltaikanlagen (inklusive Einspeisung, sofern nicht separat versichert), kleineren Bauarbeiten am Gebäude bis zu einer vereinbarten Bausumme sowie von Streu- und Reinigungspflichten, die auf Mieter oder Dienstleister übertragen wurden – die Kontrolle bleibt nämlich beim Eigentümer. Für Öltanks ist gegebenenfalls eine separate Gewässerschadenhaftpflicht nötig.
Der Beitrag richtet sich nach Objektart und -größe (etwa Anzahl der Wohneinheiten oder Grundstücksfläche), Deckungssumme und Selbstbeteiligung – und fällt im Verhältnis zum abgesicherten Risiko klein aus. Da sich Bedingungen und Preise zwischen den Anbietern deutlich unterscheiden, verschafft der Vergleichsrechner schnell den Überblick über passende Tarife für Ihr Objekt.