Die Kfz-Versicherung gehört zu den Versicherungen mit den größten Preisunterschieden: Für dasselbe Fahrzeug und denselben Fahrer verlangen die Anbieter oft mehrere Hundert Euro mehr oder weniger pro Jahr – bei vergleichbaren Leistungen. Wer regelmäßig vergleicht, zahlt deshalb selten zu viel.
Mit dem folgenden Vergleichsrechner berechnen Sie in wenigen Minuten Ihren persönlichen Beitrag, stellen Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko gegenüber und können den passenden Tarif direkt online abschließen. Der Vergleich ist für Sie kostenlos und unverbindlich – Sie entscheiden am Ende selbst, ob Sie wechseln möchten.
Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben – ohne sie darf kein Fahrzeug zugelassen werden. Genau deshalb ist der Markt hart umkämpft: Zahlreiche Versicherer konkurrieren um dieselben Kunden, kalkulieren ihre Tarife aber sehr unterschiedlich. Während der eine Anbieter junge Fahrer stark belastet, gewährt der andere Rabatte für Garagenparker, Wenigfahrer oder bestimmte Berufsgruppen. Das Ergebnis: Für ein und dasselbe Fahrzeugprofil liegen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Tarif häufig mehrere Hundert Euro pro Jahr.
Hinzu kommt, dass sich Ihr persönlicher Beitrag jedes Jahr verändert – selbst wenn Sie nichts an Ihrem Vertrag ändern. Typklassen und Regionalklassen werden jährlich neu festgelegt, Ihre Schadenfreiheitsklasse verbessert sich mit jedem unfallfreien Jahr, und viele Versicherer passen ihre Beiträge zur Hauptfälligkeit an. Ein Vertrag, der vor drei Jahren günstig war, kann heute deutlich über dem Marktniveau liegen. Ein jährlicher Vergleich – am besten im Herbst vor dem Kündigungsstichtag – ist deshalb die einfachste Möglichkeit, ohne Leistungsverzicht zu sparen.
Die Kfz-Versicherung besteht aus bis zu drei Bausteinen. Die Kfz-Haftpflicht ist Pflicht und übernimmt Schäden, die Sie mit Ihrem Fahrzeug anderen zufügen – an Personen, fremden Fahrzeugen oder Sachen. Die Teilkasko ergänzt den Schutz um Schäden am eigenen Auto durch äußere Einflüsse wie Diebstahl, Glasbruch, Wildunfälle, Sturm, Hagel oder Marderbiss. Die Vollkasko schließt zusätzlich selbst verschuldete Schäden am eigenen Fahrzeug sowie Vandalismus ein und enthält die Teilkasko-Leistungen automatisch.
| Leistung | Haftpflicht | Teilkasko | Vollkasko |
|---|---|---|---|
| Schäden an Dritten (Personen & Sachen) | ✓ | ✓ | ✓ |
| Diebstahl, Glasbruch, Wildunfall, Sturm/Hagel | ✗ | ✓ | ✓ |
| Marderbiss inkl. Folgeschäden (je nach Tarif) | ✗ | ✓ | ✓ |
| Selbst verschuldete Schäden am eigenen Auto | ✗ | ✗ | ✓ |
| Vandalismus | ✗ | ✗ | ✓ |
| Gesetzlich vorgeschrieben | ja | nein | nein |
Für neue oder hochwertige Fahrzeuge – und grundsätzlich bei Finanzierung oder Leasing – ist die Vollkasko meist die richtige Wahl. Für Fahrzeuge mittleren Alters lohnt sich der Blick auf den Zeitwert: Liegt er noch deutlich im vierstelligen Bereich, ist die Teilkasko oft ein guter Kompromiss. Bei sehr alten Fahrzeugen mit geringem Restwert kann auch die reine Haftpflicht genügen. Interessant zu wissen: Weil die Vollkasko – anders als die Teilkasko – eine eigene Schadenfreiheitsklasse hat, ist sie für langjährig unfallfreie Fahrer manchmal sogar günstiger als die Teilkasko. Genau solche Fälle deckt der Vergleichsrechner mit einem Klick auf.
Die SF-Klasse bildet ab, wie viele Jahre Sie unfallfrei gefahren sind, und ist der größte Hebel beim Beitrag. Je höher die Klasse, desto höher der Rabatt. Beim Versichererwechsel nehmen Sie Ihre SF-Klasse mit – sie geht nicht verloren.
Jedes Fahrzeugmodell wird anhand seiner Schaden- und Reparaturbilanz in Typklassen eingestuft. Modelle, die statistisch seltener und günstiger in Schäden verwickelt sind, werden niedriger eingestuft – das senkt den Beitrag. Die Einstufung wird jährlich aktualisiert und kann sich auch ohne Ihr Zutun ändern.
Der Zulassungsbezirk fließt über die Regionalklasse ein: Regionen mit vielen Unfällen, Diebstählen oder Wildschäden sind teurer als schadenarme Bezirke. Auch diese Einstufung wird jedes Jahr neu berechnet.
Wer das Auto fährt, wie viele Kilometer pro Jahr gefahren werden, ob das Fahrzeug in einer Garage steht, das Alter der Fahrer, Wohneigentum oder eine Werkstattbindung – all das beeinflusst den Preis teils erheblich. Ein eng gefasster Fahrerkreis und eine realistisch (nicht zu großzügig) angegebene Jahresfahrleistung gehören zu den einfachsten Sparmöglichkeiten. Auch die Wahl einer Selbstbeteiligung in Teil- und Vollkasko senkt den Beitrag spürbar; üblich sind 150 Euro in der Teilkasko und 300 Euro in der Vollkasko.
Der günstigste Tarif ist nicht automatisch der beste. Achten Sie in der Ergebnisliste vor allem auf diese Leistungsmerkmale:
Der Vergleich ist für Sie vollständig kostenlos und unverbindlich. Sie geben Ihre Daten ein, erhalten eine Übersicht passender Tarife und entscheiden selbst, ob Sie einen Vertrag abschließen möchten.
Bei den meisten Verträgen mit Laufzeit bis zum 31. Dezember gilt eine Kündigungsfrist von einem Monat – Stichtag ist der 30. November. Daneben besteht ein Sonderkündigungsrecht, z. B. nach einer Beitragserhöhung, nach einem regulierten Schadenfall oder beim Fahrzeugwechsel.
Ja. Der neue Versicherer fragt Ihre schadenfreien Jahre beim Vorversicherer ab und stuft Sie entsprechend ein. Ihr über Jahre aufgebauter Rabatt bleibt beim Wechsel erhalten.
Die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) ist der Nachweis über eine bestehende Kfz-Haftpflicht, den die Zulassungsstelle für An- und Ummeldungen benötigt. Beim Online-Abschluss erhalten Sie die eVB-Nummer in der Regel sofort per E-Mail.
Regulär ist der Wechsel zum Vertragsende möglich. Mitten im Jahr geht es über das Sonderkündigungsrecht (z. B. bei Beitragserhöhung oder nach einem Schadenfall) – oder ganz einfach beim Fahrzeugwechsel: Ein neues Auto können Sie frei bei jedem Versicherer anmelden.
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Die Vollkasko hat eine eigene Schadenfreiheitsklasse – für langjährig unfallfreie Fahrer kann sie dadurch trotz größerem Leistungsumfang günstiger sein als die Teilkasko. Der Vergleichsrechner zeigt beide Varianten nebeneinander.