Unfallversicherung vergleichen – weltweit rund um die Uhr geschützt

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Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeits- und Wegeunfällen – die meisten Unfälle passieren jedoch in der Freizeit, im Haushalt oder beim Sport. Die private Unfallversicherung schließt diese Lücke: Sie zahlt weltweit und rund um die Uhr, wenn ein Unfall bleibende gesundheitliche Beeinträchtigungen (Invalidität) hinterlässt.

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Wann die private Unfallversicherung zahlt

Ein Unfall im Sinne der Versicherung liegt vor, wenn ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig zu einer Gesundheitsschädigung führt – vom Sturz von der Leiter über den Fahrradunfall bis zum Sportunfall. Die private Unfallversicherung leistet weltweit und rund um die Uhr, also gerade auch dort, wo die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift: in Freizeit, Haushalt und Sport, wo sich die meisten Unfälle ereignen. Viele Tarife erweitern den Unfallbegriff zusätzlich um Schäden durch erhöhte Kraftanstrengung und Eigenbewegung – etwa den Bänderriss ohne Fremdeinwirkung.

Kernleistung: Invaliditätssumme mit Progression

Die wichtigste Leistung ist die Invaliditätsleistung: Bleibt nach dem Unfall eine dauerhafte Beeinträchtigung, zahlt der Versicherer einen Anteil der vereinbarten Summe – je höher der Invaliditätsgrad, desto mehr. Eine Progression (verbreitet sind etwa 225, 350 oder 500 Prozent) lässt die Leistung bei schweren Invaliditätsgraden überproportional ansteigen: Genau dann, wenn Umbauten an Wohnung und Auto, Hilfsmittel oder Betreuung teuer werden, steht ein Vielfaches der Grundsumme zur Verfügung.

Die Gliedertaxe: so wird der Invaliditätsgrad bestimmt

Die Gliedertaxe legt fest, welcher Invaliditätsgrad für den Verlust oder die vollständige Funktionsunfähigkeit einzelner Körperteile und Sinnesorgane gilt – etwa für Daumen, Hand, Arm, Bein oder ein Auge. Teilbeeinträchtigungen werden anteilig bewertet. Da die Prozentsätze je nach Tarif unterschiedlich sind, gehört die Gliedertaxe zu den wichtigsten Vergleichskriterien: Eine verbesserte Gliedertaxe kann bei identischem Unfall eine deutlich höhere Auszahlung bedeuten.

Sinnvolle Zusatzleistungen

Je nach Lebenssituation lohnen sich Ergänzungen: eine Unfallrente als lebenslange monatliche Zahlung ab einem bestimmten Invaliditätsgrad, Bergungskosten (wichtig für Wanderer und Wintersportler), kosmetische Operationen, Krankenhaustagegeld mit Genesungsgeld sowie Sofortleistungen bei schweren Verletzungen. Eine Todesfallleistung dient vor allem als Vorschussbasis bei unklarem Invaliditätsgrad; für die Hinterbliebenenabsicherung ist die Risikolebensversicherung das passendere Instrument.

Unfallversicherung und BU: kein Entweder-oder

Einordnung: Die Unfallversicherung zahlt nur nach Unfällen – die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit haben jedoch Krankheiten als Ursache. Sie ersetzt daher keine Berufsunfähigkeitsversicherung, ist aber eine sinnvolle Ergänzung oder eine Alternative, wenn BU-Schutz aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen nicht erreichbar ist.

Häufige Fragen

Was zählt als Unfall im Sinne der Versicherung?
Ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis, das unfreiwillig zu einer Gesundheitsschädigung führt. Viele Tarife schließen zusätzlich Schäden durch Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung ein – etwa einen Riss der Achillessehne beim Sport.
Was bedeutet eine Progression von 350 Prozent?
Bei Vollinvalidität zahlt der Versicherer das 3,5-Fache der Grundsumme. Die Leistung steigt mit dem Invaliditätsgrad überproportional an – kleine Invaliditätsgrade werden aus der Grundsumme bezahlt, schwere deutlich höher.
Zahlt die Versicherung auch bei Unfällen beim Sport?
Ja, Freizeitsport ist grundsätzlich mitversichert. Ausschlüsse gelten je nach Tarif für besonders risikoreiche Aktivitäten wie Luftsport oder die Teilnahme an Rennen – hier lohnt der Blick in die Bedingungen.
Wie schnell muss Invalidität festgestellt werden?
Die Bedingungen setzen Fristen, innerhalb derer die Invalidität eingetreten, ärztlich festgestellt und geltend gemacht sein muss – gute Tarife gewähren großzügige Fristen von 18 oder mehr Monaten. Melden Sie Unfälle daher immer zeitnah.
Ersetzt die Unfallversicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Nein. Sie leistet nur nach Unfällen, während Berufsunfähigkeit meist durch Krankheiten entsteht. Wer kann, sichert die Arbeitskraft über eine BU ab und ergänzt sie bei Bedarf um Unfallschutz.
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